DESTINATION

GESCHICHTE &
TOPONOMIE DES GEBIETES

Die Gemeinde Maria de la Salut, die zwischen den Gemeinden Santa Margalida, Muro, Llubí, Sineu und Ariany liegt, umfasst eine Fläche von 30 km2 auf der rund 2.073 Personen wohnen, die man als Mariandos (für Männer) oder als Mariandas (für Frauen) bezeichnet.

Der ursprüngliche Ortsname „Maria“ stammt von einem arabischen Grundhold, der im Jahr 1259 als Kavallerie dokumentiert wurde. In Sachen Etymologie, beruft man sich auf die bei Weitem anerkannteste Theorie von Joan Coromines; ihr zufolge stammt der Name von einem arabischen Wort, das übersetzt so viel wie „sehen“ oder „anschauen“ bedeutet.

Bereits in prähistorischen Zeiten war die Gemeinde Maria de la Salut besiedelt; bestätigt wird diese Tatsache durch verschiedene archäologische Fundstätten, wie beispielsweise die zwei Grabhöhlen, die sich in Montblanc befinden. Sehr wahrscheinlich wurden einige der heutigen Landgüter (Possessió wie sie auf Mallorca genannt werden), wie beispielsweise Pujol und Deulosal, auf Überresten aus dem Talayot-Zeitalter errichtet. Auch aus der Römerzeit und der muslimischen Epoche wurden archäologische Überreste gefunden, die uns eine Idee darüber geben, wie dicht besiedelt das Gebiet im Laufe der Zeit gewesen sein muss.

Nach der Eroberung von Jaime I. (1229) wurden die Territorien von Maria de la Salut der Gemeinde Santa Margalida zugesprochen; gemeinsam bildeten sie die Kavallerie von María. Ab dem 16. Jahrhundert war ein besonders starker Anstieg der Bevölkerung spürbar, der zum Bau einer neuen Kapelle und deren späteren Ausbau führte.

Ende des 19. Jahrhunderts begann der Trennungsprozess der Gemeinden Maria de la Salut und Santa Margalida, der aber erst 1836 erfolgreich war.

Warum Som Central?

SOM Central verdankt seinen Namen dem alten Lokal „Bar Central“, das sich im gleichen Gebäude befindet und zwischen 1947 und 1953 von Franscesc Cañelles Oliver betrieben wurde. Da zahlreiche Gegenstände des ursprünglichen Lokals mit viel Arbeitsaufwand erfolgreich restauriert werden konnten, wollte man allen früheren Besitzern, Pächtern und Mariandos, die von Generation zu Generation zu einem wichtigen Teil des Etablissement geworden sind, eine kleine Hommage erweisen, und hat deshalb den herkömmlichen Namen beibehalten.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Pfarrkirche von Maria

Die Kirche wird zum ersten Mal im Jahr 1592 mit dem Bau eines kleinen Gebetsraum auf einem kleinen Hügel des Landguts Son Puig erwähnt. Historikern zufolge, befindet sich auf der Stelle, wo sich einst die kleine Kapelle befand, die heutige Sakristei.

Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums musste im 18. Jahrhundert ein neuer Tempel erbaut werden; die Arbeiten wurden im Jahr 1786 abgeschlossen. Zwischen den Jahren 1856 und 1881 (aufgrund eines erneuten Bevölkerungszuwachses) wurden weitere Ausbaumaßnahmen getroffen.

Von außen betrachtet, sticht vor allem der quadratische Glockenturm, mit dem achteckigen Sockel und dem zwiebelförmigen Gipfel, ins Auge.

Der Innenraum setzt sich aus einem einzigen Kirchenschiff, sechs Seitenkapellen und einem Tonnengewölbe zusammen. Der barocke Flügelaltar stammt aus dem 18. Jahrhundert und erstrahlt im Glanze eines Bildes der Virgen de la Salud (erste Hälfte des 17. Jahrhunderts), das in einer drehbaren Nische angebracht ist und den Zugang vom ehemaligen Camarín aus (1928) ermöglicht.

Ca l’Amo in Gaspar (Plaça de Dalt, 11)

Das Gebäude ganz in der Nähe der Pfarrkirche wird für den kommunalen Gebrauch verwendet. Regelmäßig finden hier kulturelle Veranstaltungen statt. Das Rundbogenportal aus Bogenziegeln wird von drei kleinen Säulen gestützt; darüber hinaus sticht das ausgeschweifte Fenster ins Auge. Obwohl der Innenraum renoviert wurde, bewahrt er noch immer einige der traditionellen Elemente.

Escola de baix or Escola de nines

Die Escola de Nines (Knabenschule) wurde 1928 nach dem Projekt des Architekten Guillem Forteza und dank des Mäzens Antoni Lluc Monjo Bunyola im regionalistischen Stil erbaut. Das einstöckige Gebäude fügt sich um einen Innenhof mit Zisterne und wird über ein Halbrundbogenportal betreten. Der Innenhof wird durch eine Art Pavillon geschützt, der von jeweils zwei Pfeilern und ionischen Säulen gestützt wird.

Molí d’en Blai (C / Major, 63)

Mehlwindmühle aus dem 17. Jahrhundert. Wohn- und Lagerraum der Mühle sind zur Calle Major ausgerichtet und präsentieren eine simple Fassade, bei der das Halbrundbogenportal besonders ins Auge sticht. Die Mühle kann durch kleine Treppenstufen betreten werden, die das natürliche Gefälle des Terrains ausgleichen. Nur die ehemalige Wendeltreppe des Turmes in Zylinderform ist bis heute erhalten geblieben. Von außen kann die Mühle ebenfalls über eine weitere Treppe bestiegen werden.

5 DINGE, DIE IN MARIA DE LA SALUT UND UMGEBUNG EIN ABSOLUTES MUSS SIND

  • Probieren Sie auf jeden Fall den typisch mallorquinischen Likör „Palo con Sifón“ in einem der Cafés des Ortes.
  • Bierverkostung des Ralf-Bieres (Maria de la Salut).
  • Besuchen Sie den Markt in Sineu (jeden Mittwoch) und probieren Sie das mallorquinische Gericht „Frit Mallorquí“ (gebratene Innereien) in Can Font.
  • Besuchen Sie den ehemaligen Herrensitz Els Calderers (Sant Joan).
  • Machen Sie einen Winterspaziergang durch die Region Pla de Mallorca (am besten im Januar oder Anfang Februar) und lassen Sie sich von den blühenden Mandelbäumchen verzaubern.