DESTINATION

GESCHICHTE &
TOPONOMIE DES GEBIETES

Zwischen den Jahren 1920 und 1925 erwarben die drei Brüder D. Bernardo, D. Antonio Ripoll Llompart und D. Bartolomé Riutort Sabater einen Großteil des Terrains von Sa Torre Redona, um das Areal zwischen der Straße und der Küste zu urbanisieren.

1925 wurde das Terrain gesegnet und der erste Stein der neuen Kirche gesetzt. Obwohl dem neuen Stadtgebiet von diesem Moment an offiziell der Name San Antonio de la Playa zugeteilt wurde, nannte man es im Volksmund auch weiterhin Can Pastilla.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es am Strand der Stadt ausschließlich eine Taberne, die einem Steinmetz gehörte und regelmäßig von den Arbeitern, die im nahe gelegenen Steinbruch tätig waren, aufgesucht wurde. Daher der Name San Antonio de la Playa. Erzählungen zufolge verkaufte der Inhaber der Taberne in seiner Freizeit Schmuggeltabakpastillen. Dieser illegalen Tätigkeit hat der Ort seinen heutigen Namen „Can Pastilla“ zu verdanken.

Obwohl die Stadtplaner versuchten, den Stadtteil a posteriori immer wieder in „San Antonio de la Playa“ umzubenennen, blieben ihre Bemühungen erfolglos.

Gemeinsam mit den Wohnsiedlungen Cala Estància, Son Torres, Son Caios, La Pineda und Ses Fontanelles bildet das bebaute Gebiet von Can Pastilla aktuell einen einzigen Kernbereich. Bekannt ist der Ort heute vor allem durch seine zahlreichen Hotelketten, die ihn in der Hochsaison in einen der belebtesten Orte der Insel verwandeln.

Warum Som Sauló?

Sauló bezeichnet sowohl den Sand als auch den Staub des Sandsteins, der aus der Konstruktion von Steinblöcken hervorgeht.
Der heutige Stadtteil Can Pastilla war einst ein Steinbruchgebiet, das sich der Gewinnung des sogenannten Marès-Gesteins (Sandstein) widmete. Noch heute sind in der Region Es Carnatge die Überreste dieser alten Steinbrüche sichtbar.
Mit dem Namen SOM Sauló möchten wir an eine nicht allzu ferne Vergangenheit erinnern, in der die Hauptaktivität der Gegend die Steingewinnung und die Nutzung des daraus resultierenden Sauló für den Bau verschiedener Gebäude der Insel war.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Illot de sa Galera

Das Illot de sa Galera (Inselchen von Sa Galera) wird bereits in der Kartografie aus dem 18. Jahrhundert erwähnt und befindet sich rund 150 Meter von der Küste entfernt. Der Ursprung des Inselnamens ist nicht bekannt; man könnte allerdings davon ausgehen, dass er aufgrund der Strandung einer Galeere auf der Insel zustande kam.

Archäologen, die in den letzten Jahren in der Gegend gearbeitet haben, sind auf kleine Hütten, wahrscheinlich aus der Talayot-Zeit, verschiedene Objekte und Überreste aus dem Jahr 2000 v. Chr., zehn menschliche Körper aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. und insgesamt 1400 Überreste von Vögeln innerhalb einer Zisterne, gestoßen.

Die zahlreichen Materialien, darunter Keramikstücke, Bronzeobjekte und eine Grabgrube, stammen aus der pretalayotischen, talayotischen, punischen und römischen Epoche.

Es Carnatge

Das Landschaftsschutzgebiet Es Carnatge befindet sich zwischen den Stadtvierteln Can Pastilla und Coll d’en Rabassa. Der Name ist auf die Existenz einiger Häuserruinen zurückzuführen, die sich unmittelbar am Meer befinden und vor einiger Zeit dazu genutzt wurden, Haut und Knochen der an Krankheiten verstorbenen Tiere zu verwerten. Carnatge bedeutet übersetzt so viel wie „Blutbad“.

In dem Gebiet findet man vom Aussterben bedrohte endemische Pflanzen und fossile Dünen, die vor langer Zeit zur Gewinnung von Sandstein dienten.

Ein Teil des Gebiets war einige Jahre lang im Besitz des Militärs, das dort Flakbatterien und eine kleine Kaserne errichtete. Beides war über ein Schanzen- und Tunnelnetz miteinander verbunden. Die Überbleibsel sind bis heute in Form von großen, kreisförmigen Gruben, umgeben von Holzstangen, erhalten geblieben und von der Promenade aus zu sehen.

Palma Aquarium

An der Playa de Palma gelegen und mit mehr als 55 Becken, erwartet Sie im Aquarium von Palma eine originalgetreue Nachbildung der Meereslebensräume, die Sie auf eine aufregende U-Boot-Reise durch die Meere und Ozeane der Welt entführen. Auf Ihrer Reise begegnen Sie mehr als 8000 Exemplaren von mehr als 700 Meerestierarten.

Darüber hinaus befindet sich hier die größte lebende Korallensiedlung Europas, in der Fische wie der berühmte Clownfisch oder der Weißkehl-Doktorfisch zu Hause sind.

Auch dem Big Blue, das tiefste Haifischbecken Europas mit mehr als 3 Millionen Liter Wasser und fast 9 Metern Tiefe, können Sie einen Besuch abstatten.

5 DINGE, DIE IN CAN PASTILLA UND UMGEBUNG EIN ABSOLUTES MUSS SIND

  • Die Altstadt Palmas erkunden und ein Eis (oder Schokolade) mit einer typischen Ensaimada in Can Joan de s’Aigo verzehren.
  • Einen Spaziergang durch die Serra de Tramuntana machen.
  • Den Mercat de l’Olivar (Palma) besuchen und die traditionelle Gastronomie erkunden.
  • Dem Palma Aquarium einen Besuch abstatten.
  • Eine der zahlreichen Wassersportaktivitäten, die an der Playa de Palma angeboten werden, ausüben.